Regenbogen

Warum Armenien?

Das ist natürlich eine gute Frage - schließlich kommt man auf Armenien ja nicht "einfach so"! Ich (Barbara) hatte etwa Mitte der 1990er Jahre etwas über den Völkermord an den Armeniern durch die Türken während des Ersten Weltkrieges erfahren. Armenien selbst war mir durch das Erdbeben 1988 in schwacher Erinnerung, wobei ich mich vor allem daran erinnern konnte, dass es in Aserbaidschan damals Jubelfeiern gab, weil so viele Armenier (darunter eine Menge Kinder) ums Leben gekommen waren. Durch den Krieg um Berg Karabach Anfang der 1990er Jahre wurde dann endgültig mein Interesse an der politischen Lage in der Region geweckt. Auf die Armut in Armenien bin ich durch ein Video der Hilfsorganisation Diaconia aufmerksam geworden, das in unserer Gemeinde auslag. Eigentlich hatte ich es nur ausgeliehen, weil es etwas über Berg Karabach enthielt und mich das politisch interessierte.

Als Christen halten wir dies natürlich nicht für Zufall. Nicht, dass wir alles, was uns gerade an Ideen in den Kopf kommt, für Gottes Willen halten! In diesem Fall war es allerdings eindeutig.

Ich (Barbara) hatte schon gelegentlich gehört, dass Christen - meistens Missionare - sagten, Gott habe ihnen dieses oder jenes Land oder Volk "aufs Herz gelegt". Darunter vorstellen konnte ich mir eigentlich nie wirklich etwas, obwohl ich die Geschichten, wie diese Leute auf "ihr" Land oder Volk gekommen waren, immer sehr bemerkenswert fand. Man merkte förmlich, wie Gott am Werk war. Aber, wie gesagt - wie es aussieht und was es für Konsequenzen für das eigene (Innen-)Leben hat, wenn Gott so etwas tut, konnte ich mir nicht vorstellen. Bis es mich selbst "erwischt" hat! Ich begann, eine tiefe Zuneigung zu einem Land und seinem Volk zu entwickeln, von dem ich eigentlich gar nichts wusste! Dies hat übrigens nichts damit zu tun, dass ich Armenien und die Armenier in irgendeiner Weise idealisiere - ich weiß, dass es dort genauso menschelt wie überall auf der Welt und dass auch für die Armenier das zutrifft, was man schon vor Tausenden von Jahren wusste: "Denn kein Mensch auf Erden ist so gerecht, dass er nur Gutes täte und niemals sündigte." (Prediger 7,20).

Inzwischen haben wir mehrere Patenkinder in Armenien und unterstützen auch einzelne Projekte.





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