Sargis

Sargis

Sargis ist seit November 2008 unser Patenkind. Er wurde im Januar 2002 geboren und ist der älteste von drei Brüdern. Als er zwei Monate alt war, stellte sich heraus, dass er eine angeborene Krankheit hat. Er ist geistig behindert, hat Epilepsie und Zerebralparese (Spastik). Die Eltern wendeten ihr ganzes Vermögen dafür auf, das Kind heilen zu lassen, da einige Ärzte ihnen vorgegaukelt hatten, dass dies möglich und nur eine Frage des Geldes sei. Außerdem verloren beide Eltern ihre Arbeitsstellen, so dass sie ihre Wohnung verkaufen mussten. Der Vater hat zwar inzwischen wieder eine bezahlte Arbeit, verdient allerdings nicht genug Geld, um die Familie zu ernähren und die Medikamente für Sargis zu bezahlen. Dies wird nun durch die Patenschaft gewährleistet.

Natürlich hoffen Sargis' Eltern entgegen aller Prognosen, dass ihr Sohn doch noch gesund wird. Sie haben recht damit - man sollte nie aufhören, auf ein Wunder Gottes zu hoffen und dafür zu beten!

Sargis
Sargis mit seiner Mutter Anna und dem jüngsten Bruder Mikajel

Während unserer Reise durften wir Sargis und seine Familie kennen lernen. Es sind sehr nette und freundliche Menschen. Sargis haben wir sofort ins Herz geschlossen, er ist so ein süßer Junge.

Therapie-Projekt für Sargis

Nach unserer Rückkehr haben wir uns sofort um Informationen bemüht, was an Therapien für Sargis möglich und bezahlbar wäre. Offensichtlich gibt es in Armenien ganz gute Möglichkeiten, ihn zu therapieren, und dies ist für unsere Verhältnisse gar nicht einmal sehr teuer. Zunächst ist er für vier Wochen in einer Reha-Klinik untersucht und in verschiedenen Bereichen (Physio- und Ergotherapie, Logopädie und anderen) therapiert worden, um zu sehen, was möglich und sinnvoll ist. Hier hat man festgestellt, dass er mit einer Therapie vieles erreichen kann, was vorher kaum für möglich gehalten worden wäre. Von Diaconia wurde für Sargis' Therapie ein eigenes Projekt eingerichtet. Wir selbst steuern mindestens 25 Euro pro Monat bei, insgesamt werden allerdings für jeweils drei bis vier Monate etwa 300 Euro benötigt. Wir möchten uns vorab bei allen ganz herzlich bedanken, die sich an der Finanzierung der Therapie beteiligen.

Oktober 2009: Gute Neuigkeiten (aus dem Diaconia-Bericht) :) "Sargis bekam im Juli 2009 170.000 Dram von Diaconia. Mit diesem Geld konnte seine Mutter ihn in die Rehaklinik bringen. Dort bekam Sargis 4 Wochen lang eine Vielfalt von notwendigen Behandlungen. Hauptpfeiler waren Physiotherapie und Sprachtherapie. Zudem bekam Sargis Orthesen. Am Anfang trug er sie nicht gerne, inzwischen hat er sich eingewöhnt. Mit denen kann er aufrecht stehen. Die Mutter sagt, es gibt merkliche Verbesserungen, was seinen Zustand angeht. Auch sie selber hat vieles gelernt. Z.B. wie sie mit Sargis besser kommunizieren kann. Was auch sehr wichtig ist: da Sargis nicht kauen kann, haben die Ärzte ihr beigebracht, wie sie ihm das Essen mit grosser Vorsichtigkeit beibringen soll. Die Reha-Behandlung hat einen erstaunlichen Erfolg erzielt, sagt die Mutter von Sargis. „Liebe Paten, wir sind Ihnen sehr dankbar für die wertvolle Unterstützung, für Ihre Aufmerksamkeit und Ratschläge. Unsere Hoffnung, die wir fast verloren hatten, haben wir dank Ihnen wiedergefunden,“ sind die Dankesworte, die die Mutter von Sargis an Sie richtet." - Ergänzung: die Kosten für die Folgetherapie während der nächsten vier Monate beliefen sich insgesamt auf 170.000 Dram. Dank der großzügigen Spender war dieses Geld bereits vorhanden, so dass die Therapie bis etwa Januar 2010 fortgesetzt werden konnte.

Im November bekamen wir einen Brief von Sargis' Eltern, in dem sie sich noch einmal für die Hilfe bedanken. Wir geben diesen Dank natürlich an alle Spender weiter. Bei dem Brief waren auch drei Fotos, über die wir uns besonders gefreut haben:

Sargis
Sargis trägt seine neuen Orthesen...

Sargis
... mit denen er schon gut stehen kann

Sargis
Mit seinen beiden Brüdern

Im Februar 2010 erhielten wir den jährlichen Bericht von Diaconia über Sargis. Hier der Wortlaut (Auszug): "Dem Sargis geht es gut; besonders nach der Therapie, die er im Juli 2009 bekommen hat. Er macht Fortschritte. Sargis kann besser gehen, weil er nun Orthesen trägt. Die Behandlung in der Rehaklinik sollte aber fortgesetzt werden; dafür braucht die Familie von Sargis alle 3 oder 4 Monate etwa 170.000 Dram [Nochmal zur Klarstellung: das Geld wird der Familie nicht ausgehändigt, sondern direkt von Diaconia an die Klinik bezahlt!]. Soviel Geld können seine Eltern nicht aufbringen, weil in der Familie nur der Vater arbeitet und nicht so viel verdient.[...] Besonders wenn Sargis lächelt und versucht, etwas selber zu machen, was er bis jetzt nicht gekonnt hat, sind seine Eltern sehr glücklich."

Sargis
Foto vom Bericht 2009

Im Bericht 2011 konnten wir erfahren, dass Sargis durch die Therapie weiterhin gute Fortschritte macht und inzwischen sogar malt und mit Legosteinen spielt - etwas dass wir uns kaum hätten vorstellen können, als wir ihn im April 2009 sahen. Wenn Sie mithelfen möchten, dass Sargis seine Therapie fortsetzen kann, spenden Sie bitte über eines der unten angegebenen Konten. Vielen Dank!

Sargis
2011

Sargis
2013

Sargis
2015

2016 erfuhren wir, dass Sargis mit seiner ganzen Familie nach Russland umgezogen ist, da der Vater dort eine Arbei gefunden hat. Dadurch kann unsere Patenschaft leider nicht fortgesetzt werden. Wir hoffen sehr, dass es ihm dort gut geht!





Fotos von Diaconia und von uns
©2016 Hermann-Peter Steinmüller & Dr. Barbara Strohmenger
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