
Am diesem Tag verließen wir Jerewan zunächst in Richtung Norden. Das Wetter war an dem Tag sehr wechselhaft von Sonne bis zu strömendem Regen.


Ein Buchstabenpark
Wir machten einen kurzen Halt in einem der Jesidendörfer, die es in Armenien gibt. Wir waren kaum angekommen, da fiel uns schon ein deutlicher Unterschied zu den Armeniern auf. Sofort kamen nämlich die Kinder auf uns zugestürmt und bettelten um Süßigkeiten. Wer von einem von uns etwas bekommen hatte, ging sofort zum nächsten. Teilweise nahmen sich die Kinder auch gegenseitig die Süßigkeiten weg. Solch ein Verhalten erlebten wir weder vorher noch später in irgendeinem der armenischen Dörfer, die wir besuchten und die zum Teil noch ärmer waren (davon später). Einen größeren Kontrast im Verhalten von Menschen kann man sich kaum vorstellen!


Unsere nächste Station war Spitak, eine kleine Stadt, die sehr schwer vom Erdbeben 1988 getroffen worden war. Dort hatte die internationale Hilfe gut funktioniert. Verschiedene Staaten haben ganze Wohngebiete gestiftet und ein Krankenhaus ist auch wieder aufgebaut. Auf dem Parkplatz am Krankenhaus bekamen wir von Busfahrer Gagik Kaffee, Tee und Gebäck serviert.


Nach der Fahrt durch Vanadzor, das ebenfalls sehr unter dem Erdbeben gelitten hat, bekamen wir ein mal wieder sehr gutes Mittagessen in einem Restaurant in Alawerdi.

Danach besuchten wir die Klöster Haghpat (bei stömendem Regen) und Sanahin (bei Sonnenschein), die beide zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Das Dorf Sanahin ist der Geburtsort der Brüder Anastas und Artjom Mikojan. Anastas war ein führender sowjetischer Politiker und Artjom einer der Konstrukteure der sowjetischen MiG-Jagdflugzeuge. Daher steht auf einem kleinen Platz in Sanahin eine alte MiG-21.




Hausschwein mit Frischlingen - die Bauern lassen ihre Schweine absichtlich
im Wald weiden, damit sie sich mit Wildschweinen paaren;
auf die Weise
wird das Fleisch der Tiere schmackhafter

Eine Steinbrücke aus dem 12. Jahrhundert in Alawerdi

Das Kloster Sanahin







Eine MiG-21 mitten im Dorf Sanahin
Das Hotel, in dem wir die Nacht (leider auch nur wieder eine) verbrachten, ist etwas Besonderes. Es gehört zur Tufenkian Heritage, die von einem Amerikaner armenischer Abstammung ins Leben gerufen wurde. Das Besondere am Hotel Avan Dzoraget in Lori ist beispielsweise, dass dort vor allem Waisenkinder aus Vanadzor Arbeit gefunden haben. Dies merkt man allerdings überhaupt nicht, der Service ist ebenso gut wie in jedem anderen Hotel dieser Klasse. Das Hotel selbst ist übrigens sehr schön gestaltet und die Zimmer sind zum Wohlfühlen!




Die Eingangshalle

Unser Zimmer






Fotos von uns
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