
Am Morgen machten wir uns bei schönstem Sonnenwetter zunächst zum Kloster Geghard auf, das im 4. Jahrhundert gegründet wurde und seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Alleine die Fahrt dorthin war ein Erlebnis. Die Straße führte an steilen Felswänden und Schluchten vorbei, die schon für sich eine Sehenswürdigkeit sind! Auch das Kloster ist umgeben von solchen natürlichen Wänden.





Die Klosteranlage







Einige der berühmten armenischen Kreuzsteine



Wunschbäume - man bindet ein Tuch an einen Baum und wünscht sich etwas


Unsere nächste Station war der Sonnentempel Garni, der angeblich im 1. Jahrhundert von König Tiridates I. errichtet wurde. Der Tempel wurde während eines Erbebens im 17. Jahrhundert zerstört und in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Während unseres Besuches spielte der Musiker Voskan Vardanyan im Tempel auf der Duduk, einer traditionellen armenischen Flöte (CDs gibt's im örtlichen Souvenirladen).

Eine kleine Kostprobe der Duduk-Musik
Zum Mittagessen kehrten wir in der Stadt Garni in einem sehr hübschen Gartenrestaurant ein. Dort wurde uns nicht nur ein wunderbares Essen serviert, sondern auch gezeigt, wie das armenische Lavasch, das dünne Fladenbrot, gebacken wird.



So gemütlich war's :)

Das Brot wird auf dem langen Stein geformt, dann an die Ofenwand geklebt...

... und ist nach kurzer Zeit fertig
Nach dem Essen fuhren wir zurück nach Jerewan, zur Völkermord-Gedenkstätte. Während des ersten Weltkrieges wurden im Osmanischen Reich mehr als eine Million Armenier systematisch deportiert und ermordet. Daran soll das Denkmal und das dazugehörige Museum erinnern. Wer die Bilder im Museum ansieht, fühlt sich übrigens unweigerlich in ein Holocaust-Museum versetzt. Die Bilder und auch die Geschichte dieser beiden schlimmsten Völkermorde des 20. Jahrhunderts ähneln sich auf grausige Weise. Einen Unterschied gibt es dennoch: während der Holocaust seit Jahren aufgearbeitet wird und Deutschland seine Schuld voll anerkennt, leugnet die Türkei als Rechtsnachfolgerin des Osmanischen Reiches nach wie vor den Völkermord an den Armeniern. Wer ihn erwähnt, muss mit Bestrafung durch den Staat und Anschlägen durch türkische Nationalisten rechnen.


Die Flamme im Inneren

Unsere Gruppe gedenkt der Ermordeten

Gedenkstein im Museum

Gedenkstein im Museum




Tafeln für die Retter und Fürsprecher der Armenier (vier Beispiele)






An der Mauer des Schweigens: Namen von Städten im Osmanischen Reich,
in denen Armenier gelebt hatten und ermordet wurden (sechs Beispiele)
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Diyarbakir, Erzurum, Musa Ler, Malatia, Samsun, Trabzon
Am Nachmittag wurden wir wieder in die Innenstadt gebracht und am Kunst- und Flohmarkt abgesetzt. Hier gab es Einiges zu sehen und alles Mögliche und Unmögliche zu kaufen!











Das Abendessen nahmen wir in einem Restaurant in der Nähe des Völkermord-Denkmals ein. Es war wie immer sehr üppig und sehr lecker!
Zum Schluss etwas Werbung ;)
Fotos von uns
©2009 Hermann-Peter Steinmüller & Dr. Barbara Strohmenger
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