Ararat

Armenien-Reise 2009

1. Tag - 28. April

Am späten Nachmittag des 28. April ging es los. Wir trafen uns auf dem Flughafen in Zürich, wo von Reisebegleiter Kurt Wenger die letzten Unterlagen verteilt wurden und ein erstes Kennenlernen und "Beschnuppern" stattfand, das durch die vorher ausgegebenen Namensschilder erleichtert wurde. Die Gruppe bestand einschließlich Reisebegleiter aus 30 Personen (davon etwa zwei Drittel Frauen), zum überwiegenden Teil Schweizern und einigen Deutschen. Das Altersspanne betrug 63 Jahre, von 21 bis 84 Jahren - die meisten Teilnehmer waren aber wohl irgendwo zwischen 45 und 65. In der Gruppe herrschte jedenfalls die ganze Zeit über weitestgehend Harmonie und man hat sich - trotz gelegentlicher sprachlicher Schwierigkeiten ;) - hervorragend verstanden.

Am Flughafen
Am Flughafen in Zürich - rechts der Reisebegleiter Kurt Wenger

Es stimmte sowieso einfach alles, der Flug der Czech Airlines war pünktlich, so dass wir sogar etwas vor der Zeit zum Zwischenstopp in Prag landeten. Der Weiterflug nach Jerewan verzögerte sich auch nur kurz, und zwar deshalb, weil einige Passagiere erst in der letzten Sekunde (oder eigentlich nach der letzten Sekunde) ins Flugzeug einstiegen - dies war beim Rückflug von Jerewan nach Prag übrigens genauso. Kein Kommentar dazu ;)

Flughafen
Flughafen Prag

Dennoch landeten wir fast pünktlich um 4:30 Uhr Ortszeit (1:30 Uhr MESZ) auf dem völlig verregneten Jerewaner Flughafen. Unwillkürlich zuckten zumindest wir beide beim Anblick der sowjetischen Uniformen (lediglich die Abzeichen hatte man geändert) zusammen - wer schon einmal in den damaligen Ostblock gereist ist, weiß, warum. Hier täuschte der erste Eindruck allerdings. Die armenischen Grenzposten waren außerordentlich freundlich und bemerkenswert unbürokratisch. Wer gedacht hatte, dass die Leute aus der Gruppe, die durch eine Administrationspanne noch kein Visum hatten, stundenlang würden warten müssen, sah sich getäuscht - sie waren fast so schnell am Ausgang wie wir anderen. Hier wurde die Sowjetunion definitiv ganz und gar abgeschafft, trotz der "recycelten" Uniformen! An den Füßen der Grenzer sahen wir übrigens auch zum ersten Mal das "Markenzeichen" junger armenischer Männer: schwarze spitze Schuhe ;)

Flughafen Jerewan
Flughafen Jerewan

Nachdem wir uns am Ausgang zwischen armenischen Familienclans durchgequetscht hatten, die lautstark und küsschenreich ihre heimgekehrten Lieben begrüßten, lernten wir Nara kennen, unsere Reiseleiterin. Sie führte uns nicht nur durch die vielen Sehenswürdigkeiten Armeniens, sondern war immer für uns da, wenn es irgendwo nicht reibungslos lief, jemand nicht so gut zu Fuß war, oder man mal schnell jemanden zum Übersetzen, einen guten Tipp für eine Einkaufsmöglichkeit oder ähnliches benötigte (und das trotz vorübergehend angeschlagener Gesundheit - tapfer wie ein Soldat!). Auch unsere endlosen Fragen beantwortete sie mit einer Engelsgeduld - abgesehen davon, dass wir dank ihr in immer neuen interessanten Restaurants üppig speisen konnten. Aber dazu später.

Nara
Nara in Aktion - mit interessierten Zuhörerinnen

Wir wurden zu einem Reisebus mit der Aufschrift "Kurz-Reisen" gebracht. Offenbar war das gute Stück früher einmal durch den deutschsprachigen Teil Europas gekurvt, bis es vermutlich nicht mehr der Abgasnorm oder den Sicherheitsbestimmungen entsprach. Dort trafen wir auch den Busfahrer Gagik, der uns in den folgenden Tagen über alle möglichen und unmöglichen Straßen chauffierte, bei unseren Picknicks Tee und Kaffee ausschenkte und einiges andere - aber auch dazu später mehr.

Gagik und Bus
Gagik (ganz links) und "sein" Bus

Nach einer Fahrt durch das frühmorgendliche Jerewan landeten wir schließlich am State University Guesthouse (einfach und sauber, leider teilweise mit defekten Toiletten oder Duschen), wo wir immerhin noch an die vier Stunden Schlaf auf sehr harten Matratzen genießen durften.

Guesthouse
Treppenhaus im Guesthouse

Guesthouse
Vor dem Speisesaal

Guesthouse
Unser Zimmer

Guesthouse

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