Weltkugel

Allgemeines zu Patenschaften

Wer Hilflosen hilft, ehrt den, der sie geschaffen hat. - Sprüche 14,31 NeÜ

Wir freuen uns natürlich über jeden, der sich entschließt, eine Patenschaft für ein Kind in Armenien (oder anderswo auf der Welt) zu übernehmen! Allerdings ist uns aufgefallen, dass die wechselseitigen Erwartungen manchmal sehr hoch sein können. Daher hier ein kleiner Leitfaden, damit es nicht zu Enttäuschungen kommt:

1. Bitte erwarten Sie nicht, dass das Kind Ihnen auf Briefe antwortet oder sich für Geschenke bedankt, auch dann nicht, wenn es in einem Alter ist, in dem es schreiben könnte. Das heißt nicht, dass das Kind sich nicht über Ihre Post freut! Die meisten Kinder in Patenschaftsprogrammen leben nicht nur materiell in desolaten Verhätnissen, sondern müssen oft zusätzlich problematische Familiensituationen ertragen. Aus diesem Grund sind auch die Eltern häufig keine große Hilfe. Wenn Ihnen das Kind also schreibt, betrachten Sie es als besonderes Geschenk, nicht als Selbstverständlichkeit!

2. Es kommt vor, dass die Familie des Kindes Forderungen an den Paten stellt, die dieser nicht erfüllen kann oder will. Falls Sie sich diesbezüglich nicht sicher sind, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an die jeweilige Hilfsorganisation! Deren Mitarbeiter kennen die persönlichen Lebensumstände Ihres Patenkindes besser als Sie und können Sie daher kompetent beraten.

3. Halten Sie sich bei Geschenken bitte unbedingt an die Vorgaben der Organisation - diese Vorgaben haben meistens ihre Gründe. Wenn es also zum Beispiel heißt, kein Geld schicken, dann bedeutet das KEIN GELD SCHICKEN!!! Es bedeutet NICHT, heimlich Geld schicken!

Noch ein paar Gedanken...

Wenn Sie sich ein Patenkind aussuchen, überlegen Sie sich bitte, ob es tatsächlich unbedingt ein kleines hübsches Kind sein muss. Natürlich ist man sofort eingenommen, wenn man so ein süßes Lächeln geschenkt bekommt, und natürlich möchte man ein Kind am liebsten von Anfang an begleiten. Leider wird es aufgrund dieser Denkweise vieler Menschen immer schwerer, ein Kind zu vermitteln, je älter es ist. Kinder ab 12 Jahren haben eigentlich schon fast keine Chance mehr. Ähnlich geht es Kindern, die nicht so fotogen sind oder etwas verbittert dreinschauen. Aber gerade bei Letzteren sollte man sich vor Augen führen, dass diese Kinder möglicherweise besonders einen Paten brauchen, der ihnen nette Briefe schreibt und kleine Geschenke schickt - auch wenn diese Kinder vielleicht nie antworten! Auch sollte man sich überlegen, wie lange man selbst ein Kind unterstützen will und kann. Wir haben uns beispielsweise dafür entschieden, kein Patenkind zu nehmen, das jünger ist als Jahrgang 2004 (unser jüngstes ist derzeit Jahrgang 2003), da wir die Kinder möglichst wenigstens bis zum 18. Lebensjahr unterstützen wollen. Auch dies ist ein Faktor, den man bedenken sollte, wenn man sich für eine Patenschaft entscheidet.





Grafik von Graphics by Irene
©2009 Hermann-Peter Steinmüller & Dr. Barbara Strohmenger
Für die Inhalte der mit dieser Website verlinkten Sites sind wir nicht verantwortlich!
JavaScripts von Dynamic Drive